Wohnbaugebiete in Wilhelmshaven und Friesland

Die "Wilhelmshavener Zeitung" berichtet regelmäßig über die Entwicklung im Grundstücks- und Wohnungsmarkt in der Region. Auf immobilien.WZonline.de finden Sie eine Übersicht der aktuellen Zahlen (Stand: 12. Februar 2016).

Immobilien in Wilhelmshaven: Eigene vier Wände zunehmend gefragt

Neben unbebauten Grundstücken wurden 2015 in Wilhelmshaven auch mehr Häuser und Wohnungen gekauft. Häuslebauer mussten im Schnitt drei Euro mehr pro Quadratmeter bezahlen. Zugleich kauften sie größere Grundstücke.

WZ / Große Bockhorn - Der Trend zu den eigenen vier Wänden ist wieder gestiegen – auch in Wilhelmshaven. 43 Häuslebauer haben im vergangenen Jahr in Wilhelmshaven Grund und Boden gekauft – im Durchschnitt jeweils 740
Quadratmeter  und  das  zu einem Quadratmeterpreis von 95 Euro. Damit mussten sie tiefer in die Tasche greifen als
die 28 Käufer im Vorjahr. Deren Grundstücke waren im Schnitt nicht nur 60 Quadratmeter kleiner, sondern auch um drei Euro pro Quadratmeter günstiger.

Diese  Zahlen  sind  dem Grundstücksmarktbericht 2016 zu entnehmen, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte Aurich gestern vorgelegt hat. Die gestiegene Nachfrage nach einem Eigenheim zeigt sich auch bei Ein-  und Zweifamilienhäusern. In Wilhelmshaven wechselten 168 den Besitzer, ein Plus von 14 Prozent, während in der gesamten Region der Zuwachs mit einem Prozent bescheiden war. Dafür bleibt Wilhelmshaven bei 113 verkauften Reihenhäusern und Doppelhaushälften (plus sechs Prozent) hinter dem regionalen Trend (plus 13 Prozent) zurück. Außerdem wurden in Wilhelmshaven im vergangenen Jahr 342 Wohnungen gekauft (plus vier Prozent).

Der Aufwärtstrend bei den Baugrundstücken wird anhalten, dafür wird das neue Baugebiet Potenburg sorgen. Hinzu kommt, dass mehr als die Hälfte der vorhandenen Ein- und Zweifamilienhäuser noch vor 1969 gebaut wurde. Foto: Lübbe

Der Aufwärtstrend bei den Baugrundstücken wird anhalten, dafür wird das neue Baugebiet Potenburg sorgen. Hinzu kommt, dass mehr als die Hälfte der vorhandenen Ein- und Zweifamilienhäuser noch vor 1969 gebaut wurde. Foto: Lübbe


Doch nicht nur künftige Eigenheimbesitzer kamen im vergangenen  Jahr verstärkt zum Zug. Wie der Gutachterausschuss weiter  berichtet, wurden  in  Wilhelmshaven 2015 insgesamt 849 Verträge über  Grundstückskäufe  geschlossen. Das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Im Landkreis Friesland (plus elf Prozent) und vor allem im Landkreis Wittmund (plus 17 Prozent) sind die Zuwachsraten noch deutlich höher, in Emden dagegen musste bei ein Rückgang um 16 Prozent registriert werden.

Im Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre zeigt sich ein  stabiler  Aufwärtstrend. 2011 hatten in Wilhelmshaven 772
Grundstücke den Besitzer gewechselt. Im gleichen Zeitraum sind die bei diesen Verkäufen erzielten Umsätze von 85 auf
119 Millionen Euro gewachsen. Allerdings sind im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich kleinere Flächen verkauft
worden. 2014 wurde im Fünf-Jahres-Vergleich ein Spitzenwert von 120 verkauften Hektar erreicht, dagegen 2015 nur 79 Hektar. Doch dieser Wert übertrifft den von 2013, als 60 Hektar Fläche denBesitzer wechselte.

Im Vergleich zum Vorjahr sorgen bei den abgeschlossenen Verträgen eindeutig die unbebauten  Bauflächen  für das Plus. Ihr Anteil liegt bei 44,4 Prozent. Die Zahl der Verträge hinsichtlich land- und forstwirtschaftlicher Flächen dagegen sank um 38,4 Prozent. Bei den Geldumsätzen ist bei unbebauten Grundstücken ein Plus von 41,4 Prozent verzeichnet, bei Wohnungs- und  Teileigentum  ein  Zuwachs von 10,7 Prozent, bei den land- und forstwirtschaftlichen Flächen ein Absturz um 80,8 Prozent – allerdings bei  einem  flächenmäßigen Rückgang um 87 Prozent.

Bei den gewerblichen Baugrundstücken gab es in Wilhelmshaven ein Plus von 40 Prozent – es wurden sieben Verträge geschlossen, im Vorjahr nur fünf. Baugrundstücke für produzierendes Gewerbe wurden wie im Vorjahr drei gekauft,
allerdings sank die mittlere Größe von 4200 auf 1000 Quadratmeter. Der mittlere Preis (einschließlich Erschließungskosten) sank von 32 Euro pro Quadratmeter auf 23 und liegt damit fast gleich auf mit dem friesländischen Wert von 22 Euro.

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Bauplätze: Starker Zuwachs in Friesland

WZ / Grabhorn - Friesland war im vergangenen Jahr spitze – bei der Zahl verkaufter  Bauplätze.  Nach  dem schwachen Jahr 2014 mit 170 Verkäufen    wurden    laut Grundstücksmarktbericht 2016 im vergangenen Jahr 256 Bauplätze verkauft. Das entspricht einer Steigerung von 51 Prozent.

Maßgeblich dazu beigetragen hat die Stadt Jever mit 62 verkauften Baugrundstücken (2014: 19). Dafür dürften die neuen Baugebiete Voßhörn in Moorwarfen  und  Normannenviertel  ausschlaggebend sein. In Voßhörn sind bis auf sechs alle 43 Bauplätze verkauft, im Normannenviertel haben bereits 30 der insgesamt bis 2017 geplanten 120 Grundstücke einen Besitzer. Auch Varel mit 73 Bauplätzen (45) hat zu dem Bauboom beigetragen, ferner Bockhorn mit 32 (15) und Schortens mit 32(25).

Jever freut sich über einen Bauboom – so wie hier im Baugebiet Voßhörn im Stadtteil Moorwarfen. Foto: Gabriel-Jürgens
Jever freut sich über einen Bauboom – so wie hier im Baugebiet Voßhörn im Stadtteil Moorwarfen. Foto: Gabriel-Jürgens

Bei den Bodenrichtwerten für Wohnbauflächen gibt es erhebliche Unterschiede. Bauland ist in Jever mit einem Wert von bis zu 120 Euro/Quadratmeter am teuersten, in Hohenkirchen mit 65 Euro/Quadratmeter am günstigsten.

Der Verkauf von Gewerbegrundstücken hingegen ist im vergangenen Jahr in Friesland um  28 Prozent gesunken: Nach 18 Flächen in 2014 fanden sich 2015 lediglich für 13 Grundstücke Interessenten.

Bei den land- und forst-wirtschaftlichen Flächen registrierte der Gutachterausschuss in Friesland nach dem überdurchschnittlich regen Handel mit 124 Vertragsabschlüssen in 2014 im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang auf  99  Verträge (-20%). Insgesamt wechselten 256 Hektar den Besitzer (2014: 610 ha). Die durchschnittliche
Flächengröße je Kaufvertrag betrug 2,6 Hektar.

Der durchschnittliche Preis ist in der Region nur noch leicht auf 2,47 Euro/Quadratmeter gestiegen. In Friesland allerdings betrug die Preissteigerung rund 17 Prozent (von 2,45 auf 2,85 Euro/Quadratmeter).

Gestiegen sind auch die Verkaufszahlen von Ein- und Zweifamilienhäusern. Friesland liegt dabei mit einer Steigerung
um neun Prozent auf 688  Verträge  deutlich  über dem Durchschnittswert von einem Prozent für die Region Ems-Jade
(4366 Verträge). Ein durchschnittliches  Einfamilienhaus  mit  Baujahr  1980 und   140   Quadratmetern Wohnfläche  liegt  zwischen 130 000 und 170 000 Euro.

Bei  Reihenhäusern  und Doppelhaushälften wurden in der Region im vergangenen Jahr 843 Verträge dokumentiert – 13 Prozent mehr als 2014. Friesland liegt mit 122 Verträgen und einem Plus von vier  Prozent  unter  dem Durchschnitt,
was daran liegen dürfte, dass es hier vergleichsweise  wenig  Reihen- und Doppelhäuser gibt.

Auch bei Wohnungen sind die Verkaufszahlen gestiegen – in Friesland um 14 Prozent auf 380. Und wie in allen anderen Marktsegmenten  ist auch hier das Preisniveau gestiegen (+4% in der Region). Lediglich auf den Ostfriesischen Inseln, wo Wohnraum in den Jahren 2010 bis 2014 schon um bis zu 50 Prozent teurer geworden ist, war kein weiterer Anstieg festzustellen.

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Weitere Informationen zu Baugebieten in Wilhelmshaven und Friesland finden Sie auch auf den nachfolgenden Seiten:

Wohnungsbaugebiete in Friesland

Hier finden Sie Informationen zu den Baugebieten in Jever.

Wohnungsbaugebiete in Wilhelmshaven

Informationen zu den verschiedenen Wohnbaugebieten in Wilhelmshaven finden Sie hier auf dem Immobilienportal der "Wilhelmshavener Zeitung".